AI Agents: Autonome KI-Assistenten verstehen
Was sind AI Agents, wie funktionieren sie und wo werden sie eingesetzt? Ein Überblick für Entscheider.
Was sind AI Agents?
Stell dir einen KI-Assistenten vor, der nicht nur auf Fragen antwortet, sondern eigenständig Aufgaben plant und ausführt. Das sind AI Agents. Sie können mehrstufige Aufgaben bearbeiten, Tools nutzen und Entscheidungen treffen.
Was unterscheidet sie von Chatbots?
| Chatbot | AI Agent |
|---|---|
| Reagiert auf einzelne Nachrichten | Plant und führt mehrstufige Aufgaben aus |
| Kein Zugriff auf externe Systeme | Nutzt Tools und APIs |
| Kein Gedächtnis (stateless) | Merkt sich Kontext und Zwischenergebnisse |
| Braucht präzise Anweisungen | Kann vage Ziele in Schritte zerlegen |
Wie arbeiten AI Agents?
Ein typischer Agent folgt einem Zyklus:
- Wahrnehmen: Aufgabe und Kontext verstehen
- Planen: Schritte zur Lösung festlegen
- Handeln: Tools nutzen, APIs aufrufen, Daten verarbeiten
- Beobachten: Ergebnis auswerten
- Anpassen: Plan bei Bedarf korrigieren
Welche Arten gibt es?
- Tool-Using Agents: Nutzen Websuche, Datenbanken und APIs
- Coding Agents: Schreiben und testen Code (z.B. Claude Code, GitHub Copilot)
- Research Agents: Recherchieren und fassen Informationen zusammen
- Workflow Agents: Automatisieren Geschäftsprozesse (z.B. via n8n oder Zapier)
Was bedeuten AI Agents für den EU AI Act?
AI Agents sind regulatorisch besonders spannend:
- Ihre Autonomie erfordert besondere Aufmerksamkeit bei der Risikoklassifizierung
- Menschliche Aufsicht (Art. 14) ist bei autonomen Systemen besonders wichtig
- Transparenzpflichten (Art. 50) gelten auch für Agent-Interaktionen
- Treffen Agents Entscheidungen in Hochrisiko-Bereichen, gelten die vollen Anforderungen